Unterschiede zwischen Zement, Mörtel und Putz

Sie sehen gleich aus, werden aber unterschiedlich verwendet: Unser Ratgeber erklärt dir die Unterschiede zwischen Zement, Mörtel und Putz.

Zement, Mörtel und Putz:
Unterschiede kennen und Werkstoffe richtig verwenden Beim Öffnen der Packung sehen sie gleich aus und fühlen sich auch so an. Sie alle werden mit Wasser angemischt und ergeben dadurch jeweils zähflüssige Gemische, die sich sehr ähnlich sind. Dennoch handelt es sich bei Zement, Mörtel und Putz um verschiedene Werkstoffe für völlig unterschiedliche Einsatzbereiche. Wir erklären dir in unserem Ratgeber die Unterschiede und Eigenschaften. 

Was ist Zement?
Zement ist einfach gesagt ein Bindemittel für Baustoffe. Er besteht vor allem aus Ton und Kalkstein. Darüber hinaus fügen die Hersteller der Mischung in der Regel Eisenerz und Quarzsand hinzu. Fein gemahlen, wird diese Mischung anschließend bei Temperaturen von 1.400 bis 1.500 °C gebrannt. Damit das Zeug auch richtig gut bindet, kommen dann noch Kalkstein, Gips, Flugasche und Hüttensand dazu und es wird nochmals fein gemahlen. Dann ist der graue, pulverförmige Zement fertig. Wenn du ihn mit Kies, Sand und Wasser im richtigen Verhältnis mischst, erhältst du Beton. Er wird, wie auch reiner Zement mit Wasser, nach dem Trocknen steinhart. Mischst du nur Wasser, Zement und Sand, erhältst du Mörtel. 

Und was ist nun Mörtel?
Mörtel ist ein Binde- bzw. Klebemittel für verschiedene Baustoffe und dient deren Befestigung. Je nach Anwendung und Zusammensetzung spricht man daher zum Beispiel von Fliesenmörtel, Estrichmörtel, Mauermörtel oder Klebemörtel. Mörtel kann Zement enthalten, muss er aber nicht. Abhängig von den jeweiligen Anforderungen nutzen die Hersteller stattdessen andere Bindemittel. Hierzu zählen neben Kalk auch Lehm, Gips und verschiedene Kunstharze. Außerdem sind Mörtelarten erhältlich, die neben Zement weitere Bindemittel enthalten, etwa Kalkzementmörtel. Neben den oben genannten Mörtelarten gibt es noch die sogenannten Putzmörtel, kurz Putze genannt. 

Putz ist also ein Mörtel?
Kurz gesagt: ja. Bei einem Putz handelt es sich um einen Mörtel, der aufgrund seiner Zusammensetzung besonders für die ein- oder mehrschichtige Beschichtung von Wänden und Decken geeignet ist. Je nach Einsatzbereich kommen auch hier verschiedene Bindemittel zum Einsatz. Bei mineralischen Putzen sind dies meist Kalk und/oder Zement. Bei Innenputzen werden unter anderem Lehm und Gips als Bindemittel eingesetzt, denn sie würden im Außenbereich durch Witterungseinflüsse aufweichen. Sehr witterungsbeständig hingegen sind Kunstharzputze, die zudem deutlich elastischer sind als mineralische Putze. Durch weitere Zusatzstoffe wandeln die Putzhersteller ihre Putzmörtel für bestimmte Einsatzbereiche ab. 

Viele Gemeinsamkeiten, deutliche Unterschiede: Zement, Mörtel und Putz
Die Beschreibung der einzelnen Werkstoffe macht deutlich, dass es bei allen Gemeinsamkeiten doch deutliche Unterschiede in der Zusammensetzung und bei den möglichen Einsatzbereichen gibt. Informiere dich daher stets umfassend über die Verwendungsmöglichkeiten der verschiedenen Materialien, bevor du sie verarbeitest. Sonst könnten böse Überraschungen drohen, die dich nicht nur Zeit, sondern auch Geld kosten. Die Experten bei uns im Markt beraten dich gern. Dort erhältst du für jeden Einsatzzweck qualitativ hochwertige Produkte in der richtigen Zusammensetzung.