So gestaltest du deinen Gartenteich

Ein lebendiger Gartenteich ist draußen das Sahnehäubchen auf dem Kuchen. Wir haben für dich Tipps zum Anlegen und für die Pflege.

 

Ein Gartenteich für laue Sommerabende

Libellen, Frösche und Teichpflanzen – ein Gartenteich vertreibt Alltagsstress und sorgt für Entspannung pur. Mit ein bisschen Planung und Muskelarbeit kannst du schon bald an deinem eigenen Teich den Sommer genießen.

 

Hilfreiches für die Gartenteich-Planung

Eine Gartenanlage besteht aus vielen unterschiedlichen Elementen. Bevor du den Spaten zückst, solltest du dir Gedanken über Lage und Größe des geplanten Gartenteichs machen. Schließlich soll er sich harmonisch in die Gartengestaltung einfügen. In einen Garten mit geschwungenen Wegen passt ein Teich mit abgerundeten Konturen gut. Hast du das Glück, über ausreichend Raum für eine etwas größere Wasseroase zu verfügen, empfiehlt sich der Einsatz von Teichfolie. So bist du frei in der Gestaltung. Für kleinere Teiche gibt es im Handel Teichwannen in verschiedenen Größen und Formen. Das Fachpersonal in den Raiffeisenmärkten berät dich gern. Achtung: Für einen größeren Teich (ab 1,50 Meter Tiefe) oder einen Schwimmteich brauchst du eventuell eine Baugenehmigung!

Standort

Auch Teichpflanzen brauchen Licht. Ein vollsonniger Standort ist jedoch nicht empfehlenswert, da das Wasser zu warm wird und die Wärme das Algenwachstum fördert. Optimal ist ein teilweise beschatteter Standort. Du kannst dir notfalls mit einem Sonnensegel behelfen. Als Maximum gelten fünf Stunden Sonne. Bevor du den Spaten in Bewegung setzt, vergewissere dich, dass du nicht zu nah an Stromleitungen und Wasserrohren arbeitest. Auch Wurzelausläufer großer Bäume und Bambusrhizome können der Teichfolie gefährlich werden. Zum Schutz der Teichfolie vor spitzen Steinen empfiehlt es sich zusätzlich ein Teichvlies zwischen Folie und Erdreich auszulegen.

"Kleines Einmaleins" der Teichgestaltung

Loch ausheben, Folie rein – fertig ist der Teich? So einfach ist es nicht. Ein Teich muss stufenartig angelegt werden, sonst finden die Pflanzen nicht ausreichend Halt. 

  • Die Randzone ist ein Areal für Sumpfpflanzen: 10 bis 20 cm Wassertiefe
  • Als nächste Stufe folgt die Flachwasserzone: 20 bis 60 cm Wassertiefe
  • Im Zentrum des Teichs liegt die Tiefwasserzone. 
  • Der Teich wird mit einer Schicht nährstoffreicher Teicherde ausgekleidet. Normale Gartenerde ist dafür ungeeignet.

Pflanzenauswahl für deinen Gartenteich

Folgende Pflanzen eignen sich für die Randzone:

  • Gelbes Pfennigkraut
  • Sumpfschwertlilie
  • Rosenprimeln
  • Sumpf–Calla
  • Sumpfdotterblumen


Im Flachwasser gedeihen gut:

  • Wasserfeder
  • Wasserhyazinthen
  • Kalmus
  • Nadelsimse


Die Tiefwasserzone enthält Unterwasserpflanzen: 

  • Seerosen
  • Wasserschlauch
  • Hornblatt 
  • Wasserpest

Die Uferbepflanzung

Ein in Sträucher und Gehölze eingebetteter Gartenteich fügt sich harmonisch ins Gartenbild ein. Rot-Ahorn, Schneeball, Weidengehölze und Amberbaum sind eine gute Wahl. Sie nehmen zeitweilig "nasse Füße" nicht übel und bilden einen schönen Hintergrund für blühende Uferstauden und die Teichflora.

Damit das Wasser klar bleibt

Ist der Gartenteich bepflanzt, kannst du dich zurücklehnen und genießen. Die Wasserqualität solltest du jedoch im Auge behalten. Der Teich "kippt um", wenn das Algenwachstum überhandnimmt. Stimmt jedoch der Standort, reguliert sich bei einem größeren Teich durch die Unterwasserpflanzen der Sauerstoffgehalt oft von selbst. Anderenfalls brauchst du eine Pumpe und eine Teich-Filteranlage, die das Wasser umwälzt und dabei die Algen abtötet. Im nahen Raiffeisen-Markt gibt es Teichpflegemittel, die es dir erleichtern deinen Teich zu stabilisieren.

Also, los geht´s! Platz ausgesucht, Spaten geschultert - schon bald hast du dein eigenes Wasserparadies!