Garten im November: Gemüseernte, Beetpflege und Wintergemüse

Spätherbst - der Winter schielt schon um die Ecke und im Garten gibt es viel zu tun. Jetzt späte Gemüse ernten und Beete für den Winter vorbereiten!

 

November im Garten - auf der Schwelle zum Winter 

Beim November weiß man nie genau, ob er T-Shirt-Wetter bringt oder der erste Schnee vom Himmel fällt. In jedem Fall wartet im Garten eine Menge Arbeit auf dich: 
- Die späten Gemüsesorten sind jetzt reif für die Ernte: Brokkoli, Pflücksalate, Gurken, Tomaten und Paprika sowie Fenchel bereichern im Herbst die Speisekarte. Auch die späten Kartoffelsorten sind nun erntereif. Am leichtesten kannst du sie bei trockenem Wetter ausgraben.
- Behalte auch im November die Gemüsebeete im Auge. Bei warmer Witterung musst du die späten Kohlsorten, Salate und sonstige Wintergemüse mit Wasser versorgen. 
-  Du kannst noch Knoblauchzehen und Wintersteckzwiebeln in die Erde bringen. Fürs Aussäen ist der Winter schon zu nahe, aber deine vorgezogenen Pflänzchen des Winterkopfsalates kannst du nun ins Beet setzen. Ziehe dafür tiefe Furchen ins Erdreich und setze die Salatpflänzchen hinein. Dort stehen sie etwas geschützt. Decke den Salat bei frostigen Temperaturen mit Tannengrün ab, damit er nicht erfriert.
- Schneide die letzten Tomaten mitsamt den Stängeln ab und hänge sie auf. Nachgereift sind sie für Suppen und Co. gut verwendbar.  
- Rhabarberstauden sollten alle acht Jahre geteilt werden. Wenn die Blätter gelb werden, schneide die Stiele kurz über der Erde ab und zerteile das Rhizom mit dem Spaten. Fülle das Pflanzloch mit einer Mischung aus lockerer Erde und Kompost. 


Vorschau auf winterliche Genüsse

Selbst gezogene Rote Bete, Schwarzwurzel und Rettich möchten jetzt geerntet, eingelagert oder weiterverarbeitet werden. Auch Kostproben von Zuckerhut und Endivien stellt dein Garten bereit - für erste winterliche Küchengenüsse. Die aromatischen späten Möhrensorten eignen sich für leckere wärmende Suppen und späte Radieschen sorgen für geschmacklichen Pfiff im Salat.

Mulchen mit organischen Gartenabfällen

Die Beete mit Feldsalat und Spinat brauchen nun Zuwendung. Lockere den Boden zwischen den Reihen mit der Harke und entferne das Unkraut. Im Herbst fällt jede Menge organischer Gartenabfall an. Die Gartenabfälle kannst du als Mulch für die Winterbeete nutzen. Auf diese Weise bleibt der Boden feucht und locker und das Unkraut hat keine Chance. 

Gemüseernte erst vor Kälteeinbruch

Solange die Gemüse im Freiland stehen, bleiben sie schön frisch und gewinnen an Aroma. Erst wenn die Nächte knackig kalt werden, drohen Sellerie, Möhren, Rote Bete, Pastinaken, Petersilienwurzel, Endivien und Chinakohl zu erfrieren. Im kühlen, frostfreien Keller gelagert, halten die Gemüse einige Zeit. Noch länger bleiben sie frisch, wenn du sie in Erdmieten einlagerst. Radicchio, Brokkoli und Zuckerhut kannst du sogar bis etwa -7 °C im Beet stehen lassen. 

Hart im Nehmen sind Lauch, Grünkohl und Rosenkohl. Du kannst diese Gemüse den ganzen Winter im Freiland belassen und ernten. Nur in sehr kälteintensiven Wintern solltest du sie mit Reisig abdecken bzw. ernten und einlagern. Auch Schwarzwurzel und Topinambur kannst du den ganzen Winter ernten. Unter einer dicken Schicht Laub oder Stroh bleibt die Erde frostfrei.