Feuchte Wände in der Wohnung? Das muss nicht sein!

Schimmelpilz liebt feuchte Wände. Mit ein wenig Aufmerksamkeit und ein paar einfachen Maßnahmen hat Schimmel in deinem Umfeld keine Chance.


Schimmelpilz in der Wohnung vermeiden und beseitigen

Schimmelpilz und Feuchtigkeit sind wie verschränkte Hände - das eine geht nicht ohne das andere. Besonders in den kühl-feuchten Wintermonaten siedelt sich - oft unbemerkt - Schimmel im Badezimmer, hinter Schränken oder in den Zimmerecken an. Kalte Außenwände sind besonders gefährdet. Hast du den Schimmel erst einmal in der Wohnung, ist es oft schwierig, ihn dauerhaft wieder loszuwerden. Zudem ist das Beseitigen eines starken Schimmelbefalls mit hohen Kosten verbunden: ein Fall für den Fachmann. Darum ist es besser, ein wenig Vorsorge zu treffen.   

 
Die Kehrseite guter Isolierung

Heutzutage verfügt die Mehrzahl der Häuser über eine gute Isolierung - häufig durch Nachrüstung, um eine gute Energiebilanz zu erzielen. Durch die isolierende Schicht "atmet" das Mauerwerk nicht mehr ausreichend und die Feuchtigkeit bleibt in der Wohnung. Luftbewegung ist also ein absolutes Muss. Sorgst du nicht für genug Luftzirkulation, jubiliert der Schimmel.  

Die Annahme, ein auf Kipp gestelltes Fenster reicht zur Belüftung aus, ist leider ein Irrtum. Dadurch tauscht sich die Luft nicht aus.  


Lüftungsempfehlung: 

- zwei- bis viermal täglich alle Fenster für etwa fünf Minuten weit öffnen
- dabei die Türen öffnen, sodass Durchzug entsteht
- vor dem Lüften die Heizung abdrehen, danach wieder hochdrehen
- damit die Vorbereitungen nicht zu aufwendig sind: Fensterbretter möglichst frei lassen

 
Achtung, Außenwand!

Außenwände brauchen deine besondere Aufmerksamkeit. Sie sind grundsätzlich kälter als Innenwände. Stellst du einen Schrank zu dicht an eine Außenwand, kannst du unbeabsichtigt Schimmelpilze "züchten". Damit die Luft zirkulieren kann, sollte der Abstand zwischen Möbelstück und Wand mindestens zehn Zentimeter betragen.   

 
Luftentfeuchter - eine sinnvolle Ergänzung zur Schimmelvermeidung 

In Räumen ohne Fenster - beispielsweise im Bad oder in der Küche - lässt die Belüftung meist zu wünschen übrig. Ein Luftentfeuchter kann die Situation deutlich entschärfen. Einen brauchbaren Luftentfeuchter bekommst du bei uns im Raiffeisen-Markt. Die Geräte sind leicht zu bedienen und gut  zu transportieren. Die Inbetriebnahme ist kinderleicht: Einfach den Stecker in die Steckdose stecken und das Gerät kann starten. Luftentfeuchter funktionieren im Dauerbetrieb, sie können aber auch individuell bei Bedarf eingesetzt werden. Die Luftfeuchte des Raumes ist regulierbar - von 30 bis 90 Prozent. Die Elektronik mancher Geräte schaltet sich automatisch bei hoher Luftfeuchte ein.

Auch stromlose Luftentfeuchter helfen bei der Schimmelvermeidung. Die Tabs oder das Granulat im oberen Teil des Entfeuchters entziehen der Luft die Feuchtigkeit und tropfen als Wasser in den Auffangbehälter. Dieser muss regelmäßig entleert werden.

 
Weitere Tipps zur Schimmelvermeidung: 

- Trockne die Wäsche nicht in der Wohnung.
- Wähle eine optimale Raumtemperatur (Schlafzimmer ca. 18 °C, Wohnräume ca. 20 °C, Badezimmer zwischen 21 und 23 °C).

 
Schimmelbeseitigung: Wer muss die Kosten tragen? 

Kleine Schimmelstellen kannst du selbst beseitigen (beispielsweise mit Perchloroxid oder Haushaltsreiniger mit Aktivchlor). Bei starkem Schimmelbefall ist der Vermieter gefragt. Sinnvoll ist hier die Begutachtung durch einen Fachbetrieb, denn Vermieter unterstellen den Mietern häufig, den Schimmel durch falsches Lüften verursacht zu haben. Nur bei Schimmelschäden in der Bausubstanz muss der Vermieter die Kosten tragen.