Den richtigen Dübel verwenden

Du willst eine Lampe, ein Regal oder eine Markise an der Wand befestigen? Du brauchst Dübel! Aber welcher Dübel eignet sich für welches Material?

Dübeln wie ein Profi: Für jedes Material den richtigen Dübel verwenden

Ganz egal, ob du eine Wand- oder Deckenlampe, ein Regal oder eine Markise aufhängen willst - alles wird mit Dübeln in der Wand oder in der Decke befestigt. Welchen Dübel du benötigst, hängt vom Gewicht des Gegenstandes ab, den du befestigen willst. Um einen Schwerlasthaken für den Schlingentrainer zu verankern, brauchst du natürlich einen anderen Dübel als für die Blumenampel. Aber auch das Material, in das du dübelst, ist wichtig. Denn nicht jeder Dübel hält in jedem Material.

Untergrund bestimmen

Du siehst der Wand unter der Farbe oder Tapete nicht an, aus welchem Material sie besteht. Wenn du nicht weißt, was sich darunter verbirgt, mach den Klopftest: Einfach mit den Fingerknöcheln locker gegen die Wand klopfen. Klingt es hohl, klopfst du auf Plattenbaustoffe, Loch- oder Kammerbausteine. Klingt es nicht hohl, hast du es mit einem Festbaustoff zu tun. Im Zweifelsfall hilft eine Probebohrung.

Auf Nummer sicher: Probebohrung mit Bohrmehlbestimmung vornehmen

Nimm dir einen feinen Bohrer und bohre ein kleines Loch in die Wand. Fang das Bohrmehl auf. Das Aussehen des Bohrmehls gibt Aufschluss über das Wandmaterial:

  • hellgraues, grobkörniges Bohrmehl: Poren- oder Gasbeton
  • rotes Bohrmehl: Ziegel oder Vollklinker
  • feines, weißes, leicht klebriges Bohrmehl: Gipsplatten
  • mittelgraues bis weißes Bohrmehl, sehr fein, rieselfähig: Beton
  • helles, feinkörniges, sandiges Bohrmehl: Kalksandstein

Prüfe kritisch, wie viel Gewicht der Dübel halten muss und ob dies ggf. zu viel für den entsprechenden Untergrund ist.

Wie tief muss gebohrt werden?

Es gibt eine Faustregel, mit der du die richtige Schraubenlänge herausfindest: Du nimmst die Länge des Dübels plus die Dicke des zu montierenden Gegenstandes plus den Schraubendurchmesser. Dann weißt du, wie lang die Schraube sein muss, die du mit dem Dübel befestigst. Die Bohrlochtiefe bestimmst du so: Nimm zur Schraubenlänge noch einmal zehn Millimeter dazu. Markiere die Bohrtiefe am Bohrer, entweder mit einem Tiefenbegrenzer oder mit einem kleinen Stück farbigem Klebeband.

Welcher Dübel wofür?

  • Kunststoffdübel (Nylon): für leichte Lasten wie Bilder, Bewegungsmelder und dergleichen, für Wände aus Beton, Vollstein, Porenbeton und Lochbaustoffe wie Gipsplatten, Zement und Holz. Bei Loch- und Hohlkammersteinen sind Universaldübel mit Ring am oberen Rand gut.
  • Zweikomponentendübel: Wenn du durch Dämmplatten oder Gipsplatten oder Ähnliches tiefer bis in die Wand gehst. Für höhere Lasten in einer längeren Version.
  • Hohlraumdübel: Für Hohlräume und Plattenbaustoffe gibt es ebenfalls Zweikomponentendübel. Der Kippdübel funktioniert, sofern er auf massives Material trifft, wie ein Spreizdübel. Auch für hohe Lasten geeignet.
  • Rahmendübel: für die Befestigung von dickeren Montageteilen. Funktioniert in Beton, Vollsteinen, Poren- oder Gasbeton, in Lochsteinen, Hohlblocksteinen.
  • Porenbetondübel: für Gasbeton/Porenbeton, eignet sich für leichte Lasten.
  • Gipsbetondübel: speziell für Gipsbeton geeignet.
  • Dämmstoffdübel: nur für druckfeste Dämmstoffe wie Polyurethan oder Polystyrol, nur für leichte Lasten.
  • Bolzenanker: für schwere Lasten und in Beton, trägt sogar Treppen.

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