Schmackhafter Zwischenfrucht-Feldtag in St. Wolfgang

Auch heuer lud die RWG Erdinger Land alle interessierten Landwirte zur Zwischenfrucht-Felderbegehung ein, die dieses Jahr auf dem Versuchsfeld von Josef Thalmaier in Herrnberg stattfand.

Helmut Pflügler (rechts) lockte mit Hilfe einer Lösung die Regenwürmer im Zwischenfrucht-Versuchsfeld an die Oberfläche.

Als Referent veranschaulichte Helmut Pflügler (RWG) Wissenswertes über die verschiedenen Zwischenfrüchte, sowie das Bodenleben.

Bedingt durch die immer enger gezogenen Grenzen bei der Düngung, gewinnt die Nährstoffeffizienz immer mehr an Bedeutung. Hierbei ist es wichtig, auf den Boden und seine Bewohner zu achten. Je nach Bearbeitungsintensität können pro Hektar zwei bis drei Tonnen Regenwürmer im Boden leben. Zusätzlich noch jede Menge Bakterien, Pilze, Asseln, Springschwänze und viele weitere Lebewesen. Diese gilt es, fortlaufend mit Nahrung zu versorgen.
Eine Zwischenfruchtmischung, die über den Winter und das Folgejahr langsam abgebaut wird, dient hierbei nicht nur als langfristiges Futter. Sie lockert durch die Wurzelbildung den Boden in unterschiedlichen Schichten, speichert Nährstoffe über den Winter und schützt dadurch vor Nährstoffeintrag ins Grundwasser. Die gespeicherten Nährstoffe stehen der nachfolgenden Hauptfrucht dann wieder zur Verfügung.
„Solange der Bestand grün ist “ erklärte Helmut Pflügler, „nehmen die Wurzeln Wasser, Nährstoffe und Sauerstoff auf. Die grünen Pflanzenteile nehmen Wärme und Licht auf und produzieren CO2. Zucker und Stärke werden dabei unter Sauerstoffabgabe produziert, der dann uns Menschen und den Tieren zur Verfügung steht.“

Die RWG-Zwischenfruchtmischungen konnten mit ihren einzelnen Bestandteilen in zwei verschiedenen Anbauvarianten besichtigt werden, ausgebracht mit der Sämaschine oder mit dem Schneckenkornstreuer.

Ganz besonders schmackhaft fanden die ca. 30 Landwirte den „Tillage-Radish“ aus der RWG-Power Mix Mischung, der im anschließenden Radi-Essen traditionell mit Butterbrot verzehrt wurde.