Viel Action beim Öko-feldtag in Kirchdorf

Ein abwechslungsreiches Programm bei 5 Führungen erlebten die 200 Besucher des 18. Ökofeldtages beim Moar in Öd. Sepp Heindl vom Moarhof begrüßte die zum Teil weitgereisten Gäste und stellte seinen Betrieb vor.

Fotos: Kulturland Agrar

Johannes Wilkes von der Saatgutfirma Semo und Herr Hirtreiter von der DSV stellten verschiedene Zwischenfruchtmischungen für die Herbstaussaat vor. Es wurden die Wurzelmasse der verschiedenen Pflanzen sowie die sonstigen Vorteile erklärt. Sortenunterschiede beim Mais zeigten die Berater Christian Matthesius von Corteva und Anton Huber von LG auf. Die Firma Timac stellte mit einem Pilotprojekt die Effizienz eines neuen Biodüngers vor. Christian Amerle (Fa. Rösl) zeigte mit  Leonardit ein neues Produkt. Die humifizierte Braunkohle und bindet Ammoniak im Stall oder bei der Gülleausbringung.

Die Naturlandberater Ewald Pieringer, Konrad Michel und Thomas Neumaier stellten zwei Triticale- und zwei Weizensorten vor. Außerdem wurde die Wichtigkeit von Kleegras im Biobereich und die Vorzüge von Luzerne demonstriert.

Die RWG kam mit ihrem neuen Bodenprobenfahrzeug. Es steht für Genauigkeit und stellt eine wesentliche Arbeitserleichterung dar. Christian Renner von der Düka und Gudwin Rühlicke von K&S erklärten dem interessierten Fachpublikum die Wichtigkeit der richtigen Nährstoffversorgung im modernen Ökolandbau.

Zwischen den Führungen, die um 14.00 und 19.00 Uhr durchgeführt wurden gab es erstmals eine Diskussionsrunde zum Thema Öko in der Zukunft. Berater von Ökoverbänden, kommunale und amtliche Vertreter, Industrieberater und Landwirte diskutierten eifrig über Ansprüche der zukünftigen Biobranche. Das Forum wurde vom Betriebsleiter der RWG Erdinger Land Christian Pfeilstetter moderiert.

Abends, um 19.00 Uhr gab es zusätzlich zu den Kulturbesichtigungen Maschinenvorführungen. Georg Hartinger aus St. Wolfgang stellte die Vorzüge seines Schälpfluges vor. Andreas Schwarzenbeck aus Reichertsheim zeigte seine Erfahrungen mit einer Fräse.

Bei herrlichem Sommerwetter und einer zünftigen Brotzeit wurde noch bis weit nach Mitternacht eifrig diskutiert und gefachsimpelt.