Soja Info: Distelfalter eingeflogen, teilweise Schadschwelle überschritten

In den letzten Tagen ist ein starker Zuflug des Distelfalters zu beobachten. Bei hohen Temperaturen ist das Vorkommen des Falters stärker und es kann zu erheblichen Fraßschäden kommen. Kontrollieren Sie jetzt ihre Bestände um rechtzeitig reagieren zu können. Häufig sind die Befallsnester nicht am Feldrand, sondern mitten in den Schlägen zu finden.

Entwicklung des Distelfalters

Die Falterweibchen legen die grünlichen Eier (0,5 bis 1,0 mm groß) auf der Blattoberseite ab.
Die Raupen schlüpfen 5 bis 10 Tage später. Der Schaden erfolgt durch den Blattfraß der Raupen.
Das Larvenstadium, insgesamt 4 Häutungen, dauert 3 bis 4 Wochen. Danach verpuppt sich die Larve für 10 bis 14 Tage.
Die zweite Generation der Falter schlüpft (August/September). Diese Generation verursacht auf den Wirtspflanzen keinen wirtschaftlichen Schaden.
In Deutschland werden je nach Temperaturen ein bis zwei Generationen des Falters gebildet.
Eine Bekämpfung ist in den meisten Jahren nicht notwendig, nur bei massenhaften Zuflug wie in diesem Jahr.

Befallskontrolle

Die Raupen treten häufig nesterweise auf. Wichtige Indizien für einen beginnenden Bestandsbefall sind tropfenförmige gelbe Aufhellungen auf den Blättern,
die durch die Eiablage entstehen. Bei beginnender Fraßtätigkeit der Raupen rollen sich die Blätter ein und es finden sich grün-schwarze Kotreste auf den Blättern.
Die Raupen selbst sind schwarz mit einem gelben Seitenstreifen. Als Schadschwelle gelten ca. 20 Raupen je laufenden Meter oder ein bis zwei Befallsherde pro 100 m².

Bekämpfung

Im konventionellen Anbau ist das Mittel Karate Zeon (75 ml/ha) zugelassen.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.sojafoerderring.de/anbauratgeber/krankheiten-und-schaedlinge/distelfalter/

Fragen sie direkt bei uns nach, wir beraten Sie gerne.
(Tel. 08638984499-10, Josef Luber, RWG Aschau)

Quelle: www.sojafoerderring.de; www.bwagrar.de