Biologische Maiszünslerbekämpfung für sichere Erträge und gesundes Futter

Biologische Maiszünslerbekämpfung mit 50,- € / ha gefördert!

  • Bayern unterstützt im KULAP ab diesem Jahr den Trichogramma-Einsatz  
  • Der Trichogrammaeinsatz erreicht Wirkungsgrade von 70 – 80% 
  • Dieses biologische Verfahren ist mit der Förderung wirtschaftlich hoch attraktiv


Maiszünsler reduziert Qualität und Ertrag im Maisanbau 

Der Maiszünsler ist mit Abstand der bedeutendste Schädling im hiesigen Maisanbau. Kolbenund Stängelverletzungen durch Maiszünslerlarven stellen Eintrittspforten für Fusarienpilze dar. Neben der Beeinträchtigung der Qualität führt der Maiszünsler auch zu Ertragsverlusten (Zerstören der Leitungsbahnen, Stängelbruch etc.), die nach verschiedenen Untersuchungen durchschnittlich bei 5 - 10 %, bei starkem Befall auch deutlich darüber liegen können. Mit einem weiteren Anstieg der Temperaturen wird eine weitere Zunahme dieses wärmeliebenden Schädlings erwartet.

  • Die Zünslerbekämpfung ist daher im Silo- und Körnermaisanbau rentabel
  • Biologische  Zünslerbekämpfung wird gefördert – chemische nicht 
  • Gut für das Ansehen der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit


Die biologische Maiszünslerbekämpfung mit der Trichogramma-Schlupfwespe wird 2021 erstmalig für 2 Jahre über das KULAP-Programm des Landes Bayern mit 50,- €/ha gefördert. 

Die Antragsstellung über die Förderung kann vom 11. Januar bis 24. Februar 2021 über das IBALIS Portal gestellt werden.

 

Biologische Zünslerbekämpfung mit Trichogramma: So funktioniert`s:

Zur Zünslerbekämpfung werden heimische Schlupfwespenarten (Trichogramma) eingesetzt. Dabei handelt es sich um Eiparasiten, die ihre Eier in die Gelege des Maiszünslers legen und diese zerstören. Aus diesen Gelegen schlüpfen dann erneut Trichogrammen. Das Verfahren wird bereits seit Jahrzehnten in Deutschland eingesetzt und erreicht Wirkungsgrade von bis zu 80%. Die Trichogrammen können von Hand ausgebracht werden. Dabei werden Kugeln auf Maisstärkebasis oder Cellulose, in der sich die Nützlingseier befinden, im Bestand verteilt. Die einfachste und schnellste Ausbringung ist per Drohne.

 

Einfache Ausbringung per Drohne -  Bitte Anmeldung bis 12. Februar 2021

Um Sie in der Ausbringung der Trichogrammen zu unterstützen können wir Ihnen erstmalig auch die Ausbringung via Drohne anbieten. Hierzu befliegt eine Drohne selbstständig, die von Ihnen eingegebenen Felder, und wirft alle 7 Meter GPS – gesteuert eine Kugel mit Trichogrammen ab. So wird eine ideale Verteilung hergestellt. Sie selbst müssen nicht vor Ort sein, werden aber 45 Minuten vor der Befliegung informiert, so dass Sie die Ausbringung aus der Luft live verfolgen können. Die benötigten Daten können entweder aus IBALIS exportiert oder in dem Onlineportal portal.tbcopters.com direkt eingezeichnet werden. Bei Fragen zur Eingabe der Daten können wir Sie unterstützen. In diesem Portal können Sie auch Ihre zu befliegenden Schläge verwalten und nachverfolgen wann welcher Schlag beflogen wurde. Damit wir die entsprechenden Kapazitäten in der Ausbringung reservieren können, senden Sie uns bitte bei Interesse bis zum 12. Februar wie viel Fläche Sie in 2021 zur Trichogramma-Ausbringung per Drohne planen.

 

Verschiedene Trichogrammaverfahren – welches ist das passende?

Gebiete mit hohen Maisanteil und stärkerem Befall 
In diesen Regionen empfiehlt sich dringend eine zweimalige Ausbringung von je 110.000 Trichogramma/ha. Nur eine zweimalige Ausbringung im Abstand von ca. 2 Wochen gewährleistet in diesen Gebieten einen ausreichenden Bekämpfungserfolg.

Gebiete mit geringem Maisanteil und moderatem Befall
In diesen Regionen reicht häufig eine einmalige aber verstärkte Ausbringung (220.000 Trichogramma/ha), die ebenfalls im KULAP-Programm gefördet wird. Eine einmalige Ausbringung hat einen geringeren Wirkungsgrad als eine zweimalige Ausbringung, reicht in Gebieten mit geringem Befall jedoch meist aus um, dem Schaden unter der Schadschwelle zu halten.

Bedeutung des Zünslermonitorings - Wirkungsgrad abhängig vom richtigen Termin 
Mindestens genau so wichtig wie die Wahl der Häufigkeit, ist das Bestimmen des bestmöglichen Ausbringungstermins. Wir werden daher 2021 eigene Maiszünslerfallen in der Region aufstellen und das amtliche Monitoring unterstützen. Mit jeder zusätzlichen Falle wird das Verfahren genauer und sicherer um regionale, klimatische Unterschiede, die sich auf die Entwicklung des Maiszünslers auswirken, noch besser zu erfassen. 

Trichogramma zeitnah ausbringen um Qualität zu bewahren
Bei Trichogrammen handelt es sich um Lebendware. Sie werden so produziert, dass sie nach der Auslieferung innerhalb von 3 Tagen auf dem Feld schlüpfen. Bringen Sie daher die Trichogrammen möglichst gleich nach Erhalt aus. Sollte eine Ausbringung nicht direkt möglich sein, können die Trichogrammen auch 2 - 3 Tage gekühlt bei ca. 7 - 10 Grad in ihrer Entwicklung gebremst werden (Achtung nicht kälter, da die Tiere sonst sterben könnten). Durch Kooperationen können wir auf eine Kopterflotte von 15 Drohnen zurückgreifen. So dass die Ausbringung zeitnah erfolgen kann und auch kurze Engpässe, oder Ausfälle kompensiert werden können. 


Das bieten wir Ihnen:

  • Bestimmung des idealen Ausbringungszeitpunktes und damit hohe Wirkungsgrade durch flächendeckendes Monitoring
  • Termingerechte Ausbringung per Drohne 
  • Transparenz: Ausbringungszeitpunkt feldspezifisch online einsehbar
     


Falls Sie Interesse haben melden Sie sich bitte bis zum 12. Februar.
Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung, rufen Sie uns an.


Ihr Ansprechpartner:

Andreas Brand
Tel 08083 / 5492 - 18
Fax 08083 / 5492 - 29

Andreas.Brand(at)rwg-erdinger-land.de

Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land
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84424 Isen

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